Die Geschichte des Tischfußballs
Längst ist diese Sportart nicht nur auf dem Rasen populär. Denn mittlerweile gibt es ganze Meisterschaften, die an einem Tisch stattfinden. Gespielt wird mit Plastikfiguren und einem Ball, der an Tischtennis erinnert: Tischfußball. Wer sich allerdings fragt, woher die populäre Sportart kommt, stößt auf viel Mythen und Sagen.
Im spanischen Bürgerkrieg soll es einen jungen Soldaten gegeben haben, der auf den Namen Alejandro hört. Dieser landete im Lazarett und soll dort ein erstes Modell zum Tischfußball entwickelt haben. Im weiteren Verlauf verbesserte er sein Modell und meldete es als Patent an. Dieses jedoch ging in den Auswirkungen der Kriege verloren. Das ist eine Theorie, der man gerne Glauben schenkt, weil beispielsweise Tischfußballgeräte in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen wirklich dazu verwendet werden, damit die kranken Menschen ihre motorischen Fähigkeiten in Hand und Augen wiedergewinnen und schulen können. Dass ist allerdings nicht einmal ein Indiz dafür, dass es Alejandro wirklich gegeben hat. Geschweige denn sein Patent zum Tischkicker.
Was allerdings nachweislich richtig ist, ist die Geschichte davon, dass der erste Kicker 1901 in Amerika als Patent angemeldet worden ist. Allerdings fand in dessen Folge der Tischkicker nicht unbedingt eine große Popularität. Erst in den 60er Jahren erfreute sich das Tischkickern, wie er die Sportart heute auch umgangssprachlich genannt wurde, größerer Beliebtheit. Woher allerdings dieses Patent stammt, lässt sich auch hier nicht nachweisen.
Die Theorie die am wahrscheinlichsten ist, ist die Geschichte eines jungen Franzosen, Lucien Rosengart, lebte von 1880 bis 1976 und arbeitete im Citroenwerk. Dieser gilt auch heute noch als Erfinder des Tischkickers. Dass Rosengart nämlich erfinderische Fähigkeiten besaß, weiß heute jeder, der die Geschichte des Sitzgurtes oder des Autos „Rosengart LR2“ kennt. Und er gab dem Tischkicker schließlich auch den Namen, den er bis heute in französisch-sprachigen Ländern trägt: Babyfoot.